Vegan backen, das geht doch nicht?

Eier, Milch und Butter machen Kuchen aus. Das dachte ich zumindest vor dem Migros Klubschulkurs, der heute zum ersten Mal durchgeführt wurde. Unter den 8 Teilnehmerinnen befand sich ein Mann (Teilzeitveganer) und eine waschechte Veganerin. Alle anderen sind Vegetarier, seit Kindheit, 20 Jahren oder seit März. Unser Menü war:

Vorspeise: Für die Galettes mit Pesto und Tomaten muss man den Blätterteig im Reformhaus kaufen, in der Pesto lässt man einfach den Käse weg (den man komischerweise nicht vermisst). Das Foccacia ist per se vegan. Den Teig für die Quiche bereitet man aus Sojamehl zu. Als der geräucherte Tofu angebraten wurde, roch es nach Fleisch. Nach Geräuchertem halt. Für die Füllung nimmt man Hefeflocken, die ähnlich wie Eier binden, und gar einen käsigen Geschmack mitbringen.

Die Kochlehrerin Anke sagte trocken, bevor wir uns an die Süssigkeiten machten: «Die vegane Küche ist kalorienarm, heute aber nicht.» Und entliess uns ins Schlaraffenland: Die Apfel-Zimt-Marzipan-Muffins brauchen auch lediglich Sojamilch und waren ein Traum. Beim Himbeer-Schokoladekuchen nimmt man Margarine und Sojamilch (die wegen dem Pektrin bindet), die ebenfalls in der Glasur steckt. Bei der Schokolade sollte man Bio nehmen, aber ist dennoch nicht davor geschützt, dass vor dieser Produktion keine Milchschokolade auf dem Fabrikband befördert wurde (hier hätte der vegane Extremist ein Problem). Die Königsdisziplin Cheesecake ohne tierische Produkte machen zu können, hätte ich nie geglaubt. Doch der Seidentofu schaffte selbst mich zu überzeugen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass wir zu ungeduldig waren und der Kuchen noch zu warm war.

Den Zopf macht man anstelle Butter mit Margarine (Anke: nicht Budget) und Reismilch. Den habe ich auch meinen Arbeitskollegen vorgesetzt als ultimativer Test für unvegane Backbanausen. Hat geklappt.

Apéro auf der Grossen Schanze

Unbemerkt, zumindest von mir, hat das Restaurant Grosse Schanze seinen Besitzer und das Interieur gewechselt. Am Dienstag wurde wieder eröffnet und die Pressebilder lockten mich hierher. Urban wollen sie sein und sind es auch. Zu essen gibts vor allem Mittagsmenüs mit Pasta, Salat und veganen Burgern. Da ich nach Feierabend kam, konnte ich leider kulinarisch noch nicht meine «Gwundernase» reinstecken. Abends gibts nur noch Pasta (worauf ich keine Lust hatte) und auch muss man sich sputen, da sie um 20 Uhr schliessen. Warum wohl? Bei so einem zentralen Standort sollte allein schon die Miete zwingen, länger offen zu haben und die Leute zum Abendessen oder Trinkgelage anzulocken. Locken wollen sie aber mit ihrer «Teatime» und der Tee kommt aus der Länggasse.

Item, das Personal musste bei den Drinks noch auf den Spickzettel schauen. Auf der Aperitivpalette sticht der Schanze Spritz ins Auge. Mit Limoncello? Nein, danke, lieber den normalen Apérol Spritz (9 Franken). Der wie auch der Rosé (5 Franken) wurden gleich in der doppelten Ration ausgeschenkt. Wir sagen danke und santé!

 

Schoggikuchen beim Altenberg

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Den Sommer haben wir eigentlich schon abgeschrieben, aber am heutigen Sonntag hat die Sonne mein Frühstück versüsst. Die «zwei feisse Meitli» servieren seit Juni einen wunderbaren Brunch. Der süsse Abschluss (im Bild) hab ich mir gegönnt und mich auch so gleich gefragt, wer diesen Schoggikuchen wohl gebacken hat. Schöner Start in einen Sonntag mit Puderzucker auf den Lippen, Augustsonne im Gesicht und spanischer Begleitung.

Saucen machen Salate

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